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Mit einem ungewöhnlich prächtigen Pomp und einer Anzahl von Feiern hat das Land Südtirol den 60. Geburtstag des LH Luis Durnwalder begangen. Korporationen aller Art, Musikanten, Schützen, Biographen, Parteifreunde/feinde und Mitbürger/innen wetteiferten untereinander, um ihre Liebe und Anhänglichkeit dem großen Luis zu beweisen. Oder war es vor allem Kriechertum und berechnender Untertanengeist, der die laut Mythos so aufrechten und furchtlosen Tiroler befallen hat? So genau werden wir das nie erfahren. Auf jeden Fall hätte eine eher schlichte Feier im Kreise seiner Lieben dem Politiker Durnwalder gewisse Peinlichkeiten erspart. ... UND SEINE GRENZEN Trotz der allgemeinen Jubel- und Feierstimmung gab es dann doch einige Politiker, die kühlen Kopf bewahrten und dem LH Durnwalder seine Grenzen aufzeigten. Es ging dabei um die Volkszählung, die den italienischen Nationalisten nicht paßt und die sie ändern wollen. Es ist nicht ganz klar, was LH Durnwalder in seinen zahlreichen sommerlichen kulinarischen Zusammenkünften mit den Ministern Frattini und La Loggia ausgemacht hat. Jedenfalls hatten Durnwalder und La Loggia, Regionenminister, sich angeblich darauf geeinigt, daß die Zugehörigkeitserklärung zur Sprachgruppe in Zukunft nicht bei Gericht, sondern beim Regierungskommissariat aufbewahrt werden sollten. Es gereicht dem SVP-Obmann Brugger und dem SVP-Parlamentarier Zeller zur Ehre, daß sie diese angeblich nur formale Änderung energisch ablehnten. Erstens hat LH Durnwalder nicht das Recht, Verhandlungen über die jetzige Form der Volkszählung zu führen. Zweitens sieht man nicht ein, warum diese Erklärungen statt auf Gericht nun in einem Regierungsamt, das längst abgeschafft gehört, aufbewahrt werden sollten. Jede Veränderung an der Volkszählung, auch angeblich nur formaler Natur, kann nur von der politischen Vertretung der Südtiroler beschlossen und genehmigt werden. |